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		<title>So long, and thanks for all the fish</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 23:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist, chronologisch betrachtet, der letzte Eintrag auf dem Blog “dreisechzig.net”, welches am 13. Mai 2005 ans Netz ging (frühere Einträge wurden auf einem früheren Blog veröffentlicht). Ich eröffnete die Webseite damals in Kenntnis des Produktnamens “Xbox 360” und der intern abgemachten deutschen Aussprache “dreisechzig” (und nicht dreihundertsechzig, wie man immer wieder mal hört. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist, chronologisch betrachtet, der letzte Eintrag auf dem Blog “dreisechzig.net”, welches am <a href="http://www.dreisechzig.net/wp/archives/175">13. Mai 2005</a> ans Netz ging (frühere Einträge wurden auf einem früheren Blog veröffentlicht). Ich eröffnete die Webseite damals in Kenntnis des Produktnamens “Xbox 360” und der intern abgemachten deutschen Aussprache “dreisechzig” (und nicht dreihundertsechzig, wie man immer wieder mal hört. Die Hundert verschluckt man auch bei Porsche und BMW Modellen). Mein Hintergrundwissen als Produktmanager für Xbox 360 floß hier in viele Artikel ein, immer die Balance suchend, keine plumpe Werbung, sondern Information zu sein und dabei keine Firmengeheimnisse zu verraten. Zwischendurch gab es Film- und Plattenkritiken, Softwaretipps, Eingeständnisse zur Iphone-Benutzung und viel privaten Zynismus.</p>
<p>Natürlich hat mir das Ganze Spaß gemacht und ich schließe dreisechzig.net nicht, weil ich des Bloggens müde, aber weil ich innerhalb von Microsoft in eine andere Abteilung gewechselt bin und damit den Anschluß zu Xbox wohl oder übel verlieren werde. Dann bin ich nur noch “normaler Kunde” – und aus der Perspektive bloggen und schreiben andere viel besser über Xbox als ich.</p>
<p>Ein besonderes Resümee möchte ich zum Thema “Privates Blog” versus “Firmen Blog” stellen. In den letzten fünf Jahren bin ich immer wieder damit konfrontiert worden, daß die für mich eigentlich recht klare Position eines privaten Blogs, dessen Inhalte nicht durch Microsoft kontrolliert oder vorgeschrieben werden, für den einen oder anderen unklar war, und es doch als “Marketingblog” mit “PS3-Gebashe” bezeichnet wurde. Aber dreisechzig.net war immer meine ungefilterte private Meinung – und ja, die ist nun mal grundlegend positiv gegenüber Xbox und Microsoft. Ich stehe zu allem, was hier steht, so wie es zum jeweiligen Zeitpunkt geschrieben war. </p>
<p>Ohne Zweifel: Microsoft ist einer der besten Arbeitgeber, was das Thema Blogging angeht. Soviel Freiheiten gäbe mir kaum eine andere Firma. Ein einziges Mal (im Sommer 2010) habe ich einen Artikel aus dem Blog rausgenommen – die Aufforderung dazu kam <strong>nicht</strong> von Microsoft, sondern einem anderen Unternehmen. Aber als ich hier vor vielen Jahren ein Xbox-Feature “geleakt” hatte (durch einen Kommunikationsknoten) gab es für mich keine Probleme außer einer Menge Referrals von kotaku.com und anderen.</p>
<p>Ich habe insgesamt zehn Jahre für Xbox gearbeitet, dies ist in den meisten modernen Berufsleben eine Ewigkeit. Sehr viele Kollegen in der Spieleindustrie Deutschlands haben in diesen zehn Jahren, oft auch unfreiwillig, manchmal mehrfach, den Arbeitgeber oder das Produkt gewechselt. Ich durfte zehn Jahre lang Xbox in verschiedenen Positionen betreuen und bin gerne dabeigeblieben. Nicht zuletzt, weil ich das Produkt wirklich liebe. Für Karriere oder finanziellen Fortschritt wäre es sinnvoller gewesen, schon früher in eine andere Sparte bei Microsoft oder zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln.</p>
<p>Nun, der Wechsel steht jetzt an und ich schalte hier nicht, wie mal befürchtet, das Licht komplett aus. Aber dreisechzig.net ist jetzt nur noch eine statische Seite, in der keine weiteren Artikel erscheinen und in der auch keine Kommentare mehr geschrieben werden können. Wenn es in Deutschland rechtliche Einschränkungen für den Betrieb eines Blogs in Form beispielsweise eines Staatsvertrags geben wird, werden aber auch diese statischen Inhalte verschwinden. Nicht aus Protest, sondern einfach nur, weil ich nicht die Zeit und Energie habe, ein statisches Blog an neue Gegebenheiten anzupassen.</p>
<p>Kondensierten Boris gibt es weiterhin auf Twitter – wer sich da nicht anmelden will, kann einfach unter <a href="http://twitter.com/BorisSchnohne">http://twitter.com/BorisSchnohne</a> ansehen, was ich da in 140 Zeichen quetsche. Und wenn mir, als Spieler, was interessantes oder philosophisches in der Spielewelt auffällt, kann ich das bei den <a href="http://www.spieleveteranen.de">www.spieleveteranen.de</a> loswerden, mal im Podcast oder dann auch als gebloggten Artikel.</p>
<p>Famous last words: Danke fürs Lesen. Danke für die Kommentare (ich hab jeden einzelnen gelesen und viele beantwortet). </p>
<p>Hat Spaß gemacht.    <br />Würd’ ich wieder tun.     <br />Muß jetzt aber los.</p>
<p>&#160;</p>
<blockquote><p>Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe herauskommt.     <br /><em>Oscar Wilde, Lord Arthur Saviles Verbrechen, 1. Akt / Lady Windermere</em></p>
</blockquote>
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		<title>Ja kopier mich doch!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 12:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehrere Leute haben mich angepingt, ob sie Inhalte von dreisechzig.net (insbesondere FAQs) auf ihre Webseiten “retten” dürfen. Ja, natürlich. Ich erlaube ausdrücklich allen Webseiten, Texte mit Quellenangabe zu übernehmen, solange dafür kein Geld verlangt wird. Für kommerzielle Medien (zum Beispiel Zeitschriten) gebe ich die Sachen normalerweise auch frei – so hat zum Beispiel vor vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Leute haben mich angepingt, ob sie Inhalte von dreisechzig.net (insbesondere FAQs) auf ihre Webseiten “retten” dürfen.<strong> Ja, natürlich.</strong> Ich erlaube ausdrücklich allen Webseiten, Texte mit Quellenangabe zu übernehmen, solange dafür kein Geld verlangt wird. Für kommerzielle Medien (zum Beispiel Zeitschriten) gebe ich die Sachen normalerweise auch frei – so hat zum Beispiel vor vielen Jahren mal die Computer Bild Spiele ein Messefoto von mir verwendet, mit gerne erteilter Genehmigung. Amazon.de zitiert leider immer noch die alte “Nicht HDMI” Version meiner Video-Kabel-FAQ. Kurzum, ich habe kein Problem damit – solange es nicht als “Microsoft-Meinung” wiedergegeben wird, was es nicht ist.</p>
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		<title>Countdown to Meltdown</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 17:13:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher als Journalist habe ich gelernt: Mit dem wichtigsten anfangen. Gleich in den ersten Absatz. Also: dreisechzig.net macht zum Jahresende zu. Verdaut? Gut, jetzt wird es etwas länger. Denn vor zwei Tagen war mein Plan noch ein anderer und der wäre gewesen: dreisechzig.net wird zum Jahresende eine statische Webseite ohne neue Inhalte. Denn zum Jahresende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher als Journalist habe ich gelernt: Mit dem wichtigsten anfangen. Gleich in den ersten Absatz. Also: dreisechzig.net macht zum Jahresende zu.</p>
<p>Verdaut? Gut, jetzt wird es etwas länger. Denn vor zwei Tagen war mein Plan noch ein anderer und der wäre gewesen: dreisechzig.net wird zum Jahresende eine statische Webseite ohne neue Inhalte.</p>
<p>Denn zum Jahresende mache ich einen ziemlich heftigen beruflichen Schritt und verlasse sozusagen die Spieleindustrie. Um genau zu sein, wechsele ich bei Microsoft Deutschland in das Windows-Team. Ich werde ich dort ab dem ersten Januar “Product Marketing Manager Windows Consumer” sein, mich also tagtäglich mit der Vermarktung von Windows 7 rumschlagen. (Oder war das jetzt das wichtigste?)</p>
<p>Nein, das war keine einfache Entscheidung, denn zehn Jahre Xbox kann man nicht einfach abschütteln. Insbesondere weil ich mit fantastischen Teams und einem (meiner unbescheidenen Meinung nach) fantastischen Produkt arbeiten durfte.</p>
<p>Andererseits werde ich nächstes Jahr 45, bin einer von weltweit sehr wenigen Leuten des ursprünglichen 2001er Launch-Teams, die noch bei Xbox arbeiten, und verlasse den Bereich auf einem echten Höhepunkt, dem erfolgreichen Kinect-Launch. Wenn nicht jetzt wechseln, wann dann?</p>
<p>Professionell verlasse ich also die Spieleindustrie, aber privat bleibe ich ihr noch erhalten. Die unregelmäßige Altherrenrunde der Spieleveteranen will und werde ich auf gar keinen Fall verlassen. Spielen werde ich sowieso weiterhin. Auf Xbox, PC und Windows Phone 7 und auch auf Iphone und Nintendo DS. Ja, Sony Spielkonsolen hab ich nicht und schaff ich mir jetzt auch nicht schlagartig an. Ich blute noch bis an mein Lebensende Xbox-grün.</p>
<p>OK, der Plan war also, das hier zu verkünden und dann dreisechzig.net einzufrieren. Im Augenblick scheinen den meisten Traffic sowieso diverse Spammer mit mail.ru Adressen zu erzeugen (die zum Glück alle nicht durchkommen).</p>
<p>Aber dann kam der JMStV. Nun gibt es im Netz viele Diskussionen, ob man ab 1. Januar abgemahnt oder gar mit Strafgeldern belangt werden kann, aber ich habe keine Zeit, die alle zu verfolgen und auch keine Lust, mit einem Anwalt diese Seite “sicher” zu machen. Schließlich könnte irgendwo in einem zwei Jahre alten Beitrag über Jugendschutz eine Passage lauern, die irgendeiner für jugendgefährdend hält. Unwahrscheinlich, aber möglich. Ich muß aus verständlichen Gründen ein finanzielles Risiko jedweder Art ausschließen und daher geht dreisechzig.net zwischen Weihnachten und Neujahr ersatzlos vom Netz.</p>
<p>Es war eine schöne Zeit, mir hat es Spaß gemacht, ich hoffe den Lesern auch.</p>
<p>Mal schauen, wie lange ich es beruflich außerhalb der Spielebranche aushalte. <img src='http://www.dreisechzig.net/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir sehen uns wieder. Auf <a href="http://www.spieleveteranen.de">www.spieleveteranen.de</a></p>
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		<title>The Meaning of Hack</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 09:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinect gehackt! Microsoft in Panik! Microsoft doch OK! Alles viel besser als auf Xbox! Naja, da muß ich doch auch mal meine fünf Cent dazu geben. Wenn man seinen Kinect Sensor an einen PC anschließt, passiert nicht allzu viel. Es wird ein USB Hub gefunden und dann ein “Xbox NUI Motor”. NUI steht für “Natural [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinect gehackt! Microsoft in Panik! Microsoft doch OK! Alles viel besser als auf Xbox!</p>
<p>Naja, da muß ich doch auch mal meine fünf Cent dazu geben. Wenn man seinen Kinect Sensor an einen PC anschließt, passiert nicht allzu viel. Es wird ein USB Hub gefunden und dann ein “Xbox NUI Motor”. NUI steht für “Natural User Interface” und ist die Abkürzung die intern für die Software verwendet wird, die hinter Kinect steht. Für diesen Motor gibt es keinen Treiber, das vermeldet Windows, und damit ist erstmal Schluß.</p>
<p><a href="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2010/08/e1d4cf6f2472_80C8/image.png"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; margin: ; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="image" border="0" alt="image" src="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2010/08/e1d4cf6f2472_80C8/image_thumb.png" width="536" height="232" /></a></p>
<p>Dann hat jemand einen Preis von $10.000 ausgelobt für den Ersten, der einen Treiber schreibt, und dann gab es in kurzer Zeit Treiber für Linux und Windows. Diese Treiber können den Motor bewegen und den beiden Kameras (Farbkamera und Tiefenkamera) Bilder entlocken. Die Audio-Hardware mit den 4 Richtmikrofonen kann zur Zeit noch nicht ausgelesen werden.</p>
<p><a href="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2010/08/e1d4cf6f2472_80C8/Clipboard-Image-9.png"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; margin: ; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="Clipboard Image (9)" border="0" alt="Clipboard Image (9)" src="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2010/08/e1d4cf6f2472_80C8/Clipboard-Image-9_thumb.png" width="580" height="331" /></a></p>
<p>Basierend darauf gibt es mehrere Demos im Internet, mit denen virtuelle Handpuppen gesteuert werden, ein 3D-Video aufgenommen wird oder diverse Plüschtiere voneinander unterschieden werden.</p>
<p>Das alles sind “Hacks” im eigentlichen Sinne. Ein Hack (“Häck” ausgesprochen) ist eine Zweckentfremdung, ein Umbau, eine Bastelei, die nicht im ursprünglichen Sinne des Erfinders / Erbauers war. Bestes Beispiel ist die Webseite lifehacker.com, die Tips und Tricks nicht nur für die übliche Technik, sondern auch für das tägliche Leben bietet, zum Beispiel für die Zweckentfremdung von IKEA-Möbeln und Dekoteilen.</p>
<p>Nun gibt es aber einen feinen Unterschied von Hackern, die basteln, und “Hackern”, die Kopierschutzmechanismen aushebeln, um sich umsonst und rechtswidrig Software zu beschaffen. Das sind im feinen Sinne des Wortes eher Cracker, aber in der “Szene” zu Xbox 360 nennen die sich eben auch Hacker.</p>
<p>Und deswegen reagiert eine Rechtsabteilung wie die von Microsoft erstmal reflexartig, wenn eine Internetseite meldet “Kinect gehackt!” und denkt, jemand hat hier ein System von Microsoft geknackt und verletzt Urheberrechte. Ist aber bei den Kinect-Hacks nicht so.</p>
<p>Wie Alex Kipman aus dem Kinect-Team inzwischen auch mitgeteilt hat, ist die reine Hardware von Kinect auch durchaus absichtlich nicht zugriffsgeschützt. Deswegen waren auch innerhalb von Tagen schon Treiber aus der Hacker-Community verfügbar; da sich die Kinect Hardware weitestgehend wie ein stinknormales USB-Gerät verhält und die Videodaten wie eine übliche Webcam abliefern kann. Auch die 3D-Kamera kann so ausgelesen werden – statt Helligkeit liefert sie für jeden Pixel einen Tiefenwert, das sieht komisch aus, kann aber von Software sofort ausgewertet werden.</p>
<p>Deswegen sind von pfiffigen Programmierern zwei Arten von Software schnell geschrieben: 3D-Erfassung von Szenen (schließlich liefert die 3D-Kamera die Daten schlüsselfertig an) und das Erkennen von einfachen Gegenständen oder Körperteilen – denn hier nutzt man die 3D-Kamera, um das farbige Bild eines Gegenstandes aus dem Hintergrund “auszustanzen” was Standard-Algorithmen der Bilderkennung um ein vielfaches vereinfacht und beschleunigt. Das sind alles Dinge, die für gute Programmierer quasi auf der Straße liegen, sofern man eine preiswerte Farb/Tiefenkamera hat, und die kriegt man jetzt für 150 Euro im Elektrohandel unter dem Namen “Kinect”.</p>
<p>Die Audiohardware kann noch nicht genutzt werden, und das liegt im wesentlichen daran, daß diese in Kinect eben keine Standard-Streams der vier Mikrofone liefert, sondern schon eine Menge Pre-Processing im Kinect-Sensor stattfindet.</p>
<p>Also – alles gehackt? Microsoft blamiert? Das ganze Gerede von Weltneuheit durch Studenten in wenigen Tagen wiederlegt?</p>
<p>Natürlich nicht. Die Magie von Kinect ist ja nicht die 3D-Kamera an sich, sondern die dahinterliegende Software, die, ohne großartige Kalibrierung, in Sekundenbruchteilen mehrere Menschen erkennt, unterscheidet, dreidimensional trackt und insbesondere ihre Bewegungen in Spielszenen umsetzt. Oder aber aus der Position eines auf den Fernseher deutenden, ausgestreckten Arms einen Cursor auf dem Bildschirm bewegt. Das sind tatsächlich nicht-triviale Programmierarbeiten, von denen die “Hacker” ziemlich weit weg sind. Damit will ich niemand, der eine coole Kinect-Demo geschrieben hat, beleidigen. Aber es ist ein weiter Unterschied zwischen dem zweidimensionalen Bewegen einer Handpuppe und dem dreidimensionalen Einbau zweier beliebiger Spieler, die sich mit dem ganzen Körper bewegen, in eine fließende Spielszene.</p>
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<p><a href="http://vimeo.com/16985224">Interactive Puppet Prototype with Xbox Kinect</a> from <a href="http://vimeo.com/muonics">Theo Watson</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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<div style="width:400px;clear:both;font-size:.8em">Ja, das ist cool, aber meilenweit von Kinect Adventures entfernt.</div>
</div>
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		<title>Bilder vom Kinect Launch</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 17:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier eine kleine unkommentierte Galerie vom PR-Event, der Kunstinstallation und der Party in München. Für Texte reicht die Zeit heute nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine kleine unkommentierte Galerie vom PR-Event, der Kunstinstallation und der Party in München. Für Texte reicht die Zeit heute nicht.</p>

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		<title>Kinect FAQs, Teil Drei: Spieler, Bewegung und Lag</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 10:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieviele Spieler unterstützt Kinect denn nun? Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage und ist unter anderem gekoppelt mit der Platzfrage. Die meisten Kinect-Spiele sind auf zwei gleichzeitig agierende Menschen optimiert. In den Platzverhältnissen, die im Teil Eins diskutiert wurden, ist ja auch in der Regel nicht viel mehr Raum. Drei Leute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieviele Spieler unterstützt Kinect denn nun?</strong> Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage und ist unter anderem gekoppelt mit der Platzfrage. Die meisten Kinect-Spiele sind auf zwei gleichzeitig agierende Menschen optimiert. In den Platzverhältnissen, die im Teil Eins diskutiert wurden, ist ja auch in der Regel nicht viel mehr Raum. Drei Leute würden sich schon sehr in die Quere kommen.</p>
<p>Dies heißt aber nicht, daß die Hardware nicht mehr könnte. In diversen Hardware-Demos, die auch auf Messen gezeigt wurden, hat der Sensor problemlos vier und mehr Leute im Blickfeld voneinander unterschieden. Außerdem kann man zum Beispiel in Kinect Sports mit mehr angemeldeten Spielern antreten. Zwar sind immer nur zwei Leute gleichzeitig in einer Disziplin aktiv (oder vier, wenn zwei Konsolen über Xbox Live verbunden sind), aber Kinect kann mehrere Spieler erkennen und verwalten. Deswegen fragt Kinect Sports auch beispielsweise vor jeder Disziplin, daß die Personen, die jetzt spielen wollen, die Hand heben sollen.</p>
<p>Bei Bewegungsspielen (und das sind alle Titel, die zum Start verfügbar sind) wird man in der Regel maximal zwei aktive Spieler unterstützen. Bei ruhigeren Spielen (beispielsweise einer Quizshow – noch ist kein solches Spiel verfügbar oder angekündigt) könnten auch mehr als zwei Spieler aktiv sein.</p>
<p><strong>Kann man Kinect im Sitzen spielen oder muß man stehen?</strong> Um eines klarzustellen – Kinect hat von Anfang an auch sitzende Personen unterstützt. Die Steuerung des Dashboards oder des Zune Players ist selbstverständlich immer auf sitzende Personen ausgerichtet gewesen. Internet-Berichte “Microsoft hat endlich auch sitzende Personen integriert” sind unüberlegter Blödsinn.</p>
<p>Aber: Alle Spiele, die jetzt verfügbar sind, sind <strong>Bewegungsspiele</strong>. Bei all diesen Spielen wird davon ausgegangen, daß der Spieler seine Arme, Beine, Körper, Kopf, und so weiter bewegt. Daher ist keines dieser Spieler für sitzende Personen geeignet. Das ist keine Hardware-Limitation von Kinect, dies ist Spieldesign! Genauso könnte man sich beschweren, einen Shooter nicht mit einem Lenkrad bedienen zu können, denn das Spieldesign des Shooters setzt einen Controller voraus. Spieledesigner können selbstverständlich Kinect-Spiele entwicklen, die von sitzenden Personen gespielt werden. Womit ich wieder beim Beispiel Quizshow von vorhin wäre.</p>
<p><strong>Wie kann mich Kinect erkennen?</strong> Auf Wunsch (!) kann man seinen Gamertag mit einer Kinect ID verbinden. Die Kinect ID ist ein dreidimensionales, biometrisches Modell des Spielers und bedeutet nichts anderes als daß mich das System erkennt und einloggt, wenn ich mich vor den Sensor stelle.</p>
<p>Dabei geht es weniger darum, mein Xbox Live Profil statt mit einem Paßwort mit meinem Körperbau zu sichern, sondern mehr darum, mich korrekt einzuloggen, wenn mehrere Leute ein Kinect-Spiel spielen. Bei Xbox sind Profile an einen Controller gebunden. Wenn “Kugelblitz” sich auf Controller 1 einloggt, werden zum Beispiel alle mit Controller 1 freigespielten Erfolge dem Konto Kugelblitz zugeschrieben. Hat man mehrere Gäste zu Hause und möchte eine Runde Kinect Sports spielen, gibt es keine Controller. Aber wenn meine Kinect ID gespeichert ist, weiß die Xbox, ob gerade ich oder einer meiner Gäste vor dem Sensor steht.</p>
<p>Die Kinect ID ist keine reine Gesichtserkennung (es wird die komplette Körperform gespeichert). Sie bleibt in der eigenen Xbox und kann nicht verwendet werden, mich an einer anderen mit Xbox Live verbundenen Konsole anzumelden. (Und bevor einer meckert – man stelle sich den Proteststurm vor, wenn Microsoft den Körperbau aller Spieler auf seinem Server speichert). Das Einrichten einer Kinect ID dauert etwa 5 Minuten und sollte, wenn möglich, bei mehreren Lichtverhältnissen wiederholt werden (jedes Mal lernt die ID dazu). Wer Brillenträger ist, aber die Brille manchmal abnimmt, sollte die Kinect ID mal mit und mal ohne Brille aufnehmen.</p>
<p><strong>Wie ist das mit der Kleidung? Gibt es Einschränkungen?</strong> Aus meiner praktischen Erfahrung von vielen Messen und Vorführungen weiß ich, daß es nur sehr wenige Einschränkungen gibt. Am tückischsten sind einige tiefschwarze, fein gewebte Stoffe, die das Infrarot-Licht des Sensors vollständig verschlucken. Ob man ein solches Kleidungsstück trägt, kann man im “Kinect Tuner” schnell erkennen, weil dann die entsprechende Körperpartie wirklich unsichtbar erscheint. Bei langen Röcken hat Kinect Schwierigkeiten, die Beine klar zu erkennen. Aber bei langen Röcken haben auch die Spielerinnen Schwierigkeiten, sich entsprechend beim Hürdenlauf zu bewegen. Von mehr Problemen kann ich aus dem praktischen Alltag nicht berichten.</p>
<p><strong>Kinect arbeitet nicht verzögerungsfrei, das kann man doch eh vergessen…</strong></p>
<p>Ich spare mir langes Wehklagen über Leute, die nicht den Spaß einer Spielerfahrung messen, sondern nur die technischen Daten. Wenn man nach zehn Minuten Spielen mit Kinect sagt “Nee, das ist nix für mich” dann sage ich “Schade, aber OK”. Wenn aber einer sagt “Ich messe da X Millisekunden Verzögerung, das System ist nicht gut” sage ich “Hast du mal jemanden, der kein Nerd ist, die Spiele spielen lassen?”.</p>
<p>Bei der Verzögerung (Lag) zwischen “Ich bewege mich” und “auf dem Bildschirm passiert was” muß man drei Komponenten berücksichtigen. Die erste ist der Fernseher – viele Fernseher haben eine “Bildverbesserung” die leider bis zu einer fünftel Sekunde Zeit schluckt. Die zweite ist natürlich die Hardware von Kinect – die braucht auch etwas Zeit, um aus dem 3D-Bild der Kamera die Spielerposition zu berechnen und nein, das kann ich nicht mit einem genauen Wert spezifizieren, weil es situationsabhängig ist.</p>
<p>Der von manchem Rezensenten “gemessene” Lag führt in der Regel aber aus einem ganz anderen Effekt: Der Spieler macht eine Bewegung, diese Bewegung löst im Spiel etwas aus. Aber dazu muß die Bewegung erkannt sein. Beispiel Kinect Adventures: Ich springe, die Figuren auf dem Bildschirm springen auch und mein Boot hüpft in die Luft. Nur, um im Programmcode zu sagen “Jetzt geht das Boot nach oben” muß das Spiel zweifelsfrei erkannt haben, ob der Spieler wirklich gesprungen ist, und das geht erst, wenn der Spieler schon “in der Luft” ist. Die Animation läuft also ein wenig hinterher.</p>
<p>Das gibt es übrigens auch in anderen Spielen, nur sind wir da an das Timing gewöhnt. Wenn ich bei “Street Fighter” auf einen Knopf drücke (oder auf vier Knöpfe hintereinander für eine Kombo) dann starte ich damit erst die Animation des Schlages. Der Schlag ist nicht im Gesicht des Gegners, wenn ich den letzten Knopf drücke, sondern erst einige Animationsphasen später. (Vom “Lag” in Online-Spielen rede ich gar nicht erst). Das kommt uns nicht seltsam vor, weil Videospiele seit über dreißig Jahren so funktionieren – wird aber seltsamerweise von manchen Erbsenzählern ausgeblendet, wenn sie ein Kinect vor sich haben. Nach drei Minuten hat jede meiner Testpersonen das “Timing” von der Wildwasserfahrt in Kinect Adventures kapiert und hüpft im richtigen Augenblick, um ein Hindernis zu überwinden. Tischtennis in Kinect Sports ist die ersten Minuten ungewohnt, aber danach geht der Ablauf ins Blut.</p>
<p>Das Wichtige für Entwickler von Kinect-Spielen ist, diese Verzögerung zu kennen, zu minimieren und insbesondere sein Spieldesign darauf anzupassen. Wie man Timing-Probleme überlistet, zeigen uns Musik-Spiele wie Guitar Hero und Rock Band. Denn theoretisch ist es auf Grund des Lags bei Input und Output auch völlig unmöglich, die Noten im echten Takt zu treffen. Deswegen haben die Spiele eine Kalibrierungs-Option, um diese Verzögerungen auszugleichen und intern so zu tricksen, daß der Spieler diese nicht merkt und glaubt, im Takt zu sein. So scheint auch Dance Central keinen “Lag” zu haben – da macht man nach, was die Figur auf dem Bildschirm tut, und sieht keinen eigenen Avatar. Nach dem Rock-Band-Prinzip wird hier der Zeitunterschied zwischen Musik, Grafik und Input ausgeglichen.</p>
<p>Innerhalb der lieferbaren Kinect-Spiele mag es Differenzen geben, wie präzise oder schnell die Steuerung anspringt. Ich habe in den letzten Wochen nur die Microsoft-Produkte antesten können und muß feststellen, daß sich bei vernünftigem Spieldesign die Frage des internen Lags gar nicht stellt. Man steht vor dem Bildschirm, bewegt sich, kontrolliert das Geschehen auf dem Bildschirm und hat einfach Spaß dabei.</p>
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		<title>Kinect FAQs, Teil Zwei: Spracheingabe</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 15:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann funktioniert die angekündigte Spracheingabe in Deutschland? Bisher wurde als Datum nur “Frühjahr 2011” genannt und eine genauere Angabe habe ich auch nicht (außer daß in den aktuellen Entwicklerkits schon eine erste Testversion der deutschen Spracheingabe vorhanden ist). Und wie komme ich dann an die deutsche Spracheingabe? Das wird ein kostenloses Update über Xbox Live [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wann funktioniert die angekündigte Spracheingabe in Deutschland?</strong> Bisher wurde als Datum nur “Frühjahr 2011” genannt und eine genauere Angabe habe ich auch nicht (außer daß in den aktuellen Entwicklerkits schon eine erste Testversion der deutschen Spracheingabe vorhanden ist).</p>
<p><strong>Und wie komme ich dann an die deutsche Spracheingabe?</strong> Das wird ein kostenloses Update über Xbox Live sein und natürlich auch, für nicht verbundene Konsolen, über neue Spieledisks, selbstgebrannte Update-Discs oder USB-Sticks einspielbar sein.</p>
<p><strong>Wieso dauert das so lange?</strong> Die Spracheingabe von Kinect soll dreifach unabhängig arbeiten, also jeden Sprechertyp (Kind, Frau, Mann, <a href="http://www.bruce-low.de/" target="_blank">Bruce Low</a>) verstehen, jeden gängigen Dialekt und jeden beliebigen Text. Das ist kein einfaches Unterfangen und die Optimierung der englischen Spracheingabe hat so lange gedauert, daß andere Sprachen leider erst später kommen.</p>
<p><strong>Was bedeutet das, “jeden beliebigen Text”?</strong> Die Philosophie der Kinect-Spracheingabe ist: Wenn es auf dem Bildschirm steht, kann ich es als Kommando benutzen. Anstatt also einen Menüpunkt mit dem Controller auszuwählen, sage ich ihn einfach. Und natürlich gibt es darüber hinaus auch Systemkommandos, die immer funktionieren. Da über Xbox Live ständig neue Inhalte und Menüs hinzukommen, muß Kinect jede Spracheingabe einem auf dem Bildschirm sichtbaren Text zuordnen, den die Entwickler gestern noch gar nicht kannten.</p>
<p><strong>Ich stelle einfach meine Konsole auf Englisch und nutze englische Kommandos, oder?</strong> Nein, so einfach ist es nicht. Denn wenn man ein deutsches Xbox Live Konto hat und die Konsole auf Englisch stellt, sind <a href="http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1486" target="_blank">einige Texte auf dem Bildschirm in Deutsch, andere in Englisch</a>. Und das würde die Spracheingabe hoffnungslos durcheinander bringen. Deswegen ist sie nur aktiv, wenn Sprache <u>und</u> Region <u>und</u> Live Konto identische Daten (in diesem Fall Englisch) haben.</p>
<p><strong>Und was ist mit Kinectimals?</strong> Spiele mit begrenztem Wortschatz können natürlich schon die Mikrofone im Sensor nutzen. Kinectimals versteht einige ausgewählte Kommandos und deswegen diese auch in deutscher Sprache, sprich, <u>Kinectimals hat deutsche Spracheingabe schon vom Start weg.</u></p>
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		<title>Kinect FAQs, Teil Eins: Aufstellung</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 14:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Von heute bis zum Start von Kinect in Deutschland am 10. November werde ich täglich ein paar der vielen Fragen beantworten, die im Laufe der Zeit bei mir zum Thema Kinect aufgeschlagen sind. Das meiste sind meine persönlichen Erfahrungen mit dem Produkt und nicht unbedingt immer identisch zu dem, was an anderer Stelle im Netz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von heute bis zum Start von Kinect in Deutschland am 10. November werde ich täglich ein paar der vielen Fragen beantworten, die im Laufe der Zeit bei mir zum Thema Kinect aufgeschlagen sind. Das meiste sind meine persönlichen Erfahrungen mit dem Produkt und nicht unbedingt immer identisch zu dem, was an anderer Stelle im Netz zu lesen ist; auf keinen Fall ist es (nur mal leider wieder erwähnt) die offizielle Microsoft-Darstellung der Dinge. Falls mich wieder jemand zitieren mag.</p>
<p><strong>Wieviel Platz brauche ich für Kinect?</strong> Wenn zwei Spieler miteinander spielen wollen (und viele Spiele machen zu zweit deutlich mehr Spaß) braucht man zwischen dem Sensor und den Spielern etwa zwei Meter fünfzig Abstand und entsprechend auch Platz nach Links und Rechts damit die Spieler sich bewegen können. Es geht mit weniger Platz, wenn man alleine spielen mag oder wenn nur Kinder spielen (die sind nicht so groß). Zwischen dem Sensor und den Spielern sollten keine Möbel stehen. Nicht zuletzt, damit man sich nicht an diesen stößt. Wenn man grenzwertigen Platz hat (die Couch steht genau zwei Meter vierzig vom Fernseher entfernt) kann man wertvolle Zentimeter gewinnen, in dem man den Sensor höher (also über dem Fernseher) aufstellt. Dazu im nächsten Punkt mehr.</p>
<p><strong>Wo stelle ich den Sensor hin? </strong>Auch wenn es komisch klingt – da, wo er stabil steht und nicht herunterfallen kann. Die Kameras oder der Motor werden einen unglücklichen Sturz aus einem Meter Höhe vielleicht nicht überleben und das deckt keine Garantie ab.</p>
<p>Auch wenn in vielen Bildern zu sehen ist, daß der Sensor auf dem gleichen TV Möbel wie der Fernseher steht, ist es manchmal sinnvoller, den Sensor <u>über</u> dem Fernseher zu montieren. Aber bitte nicht auf dem Fernseher balancieren! Der höhere Sensor kann den Abstand Fernseher/Spieler real (Sensor steht “tiefer” als Mattscheibenebene) und virtuell (Satz des Pythagoras) verkürzen. Wenn es ein Regal über dem Fernseher gibt, wäre das ein guter Platz. Als Maximalhöhe sollte man die eigene Augenhöhe nehmen: Wenn man nach oben schauen muß, um in die Kamera zu gucken, steht er zu hoch – erst recht, wenn Kinder spielen sollen. Tiefer als sechzig Zentimeter über dem Erdboden ist auch schlecht, dann kann der Sensor die Füße schlecht erkennen.</p>
<p>In jedem Fall sollte der Sensor möglichst exakt in der Mitte des Bildschirms stehen. Gerade die Menüführung kommt einem sonst sehr ungenau vor, wenn der Sensor links oder rechts vom Bildschirm steht.</p>
<p><strong>Wie lang sind die Kabel?</strong> Das Kabel zur Konsole ist gute zwei Meter lang. Nein, es ist nicht empfehlenswert, mit einem Verlängerungskabel arbeiten zu wollen, Kinect ist nicht darauf eingerichtet. Wenn man eine “alte” Xbox 360 hat, muß der Sensor zusätzlich mit dem Stromnetz verbunden werden. Ein Steckernetzteil liegt bei und hier man man wiederum gute zwei Meter Kabel zwischen Steckdose und Konsole. Kinect wird dann mit einem Y-Verteiler an den hinteren (!) USB Port der Konsole sowie das Steckernetzteil angeschlossen.</p>
<p><strong>Warum der hintere USB-Port?</strong> Weil die beiden vorderen theoretisch etwas langsamer sind, was man bei Controllern nicht merkt, bei der Datenmenge von Kinect aber schon. Wer den WLAN-Adapter einsetzt, erhält für diesen im Karton auch das (lustig benannte) WLAN Verlängerungskabel, mit dem dieser dann zum Beispiel vorne eingesteckt werden kann. Und nein, Kinect sollte auch nicht über einen USB-Hub an die Konsole angeschlossen werden.</p>
<p>An einer “neuen” Xbox 360 (S-Serie) kann Kinect direct an den mit einem orangen Streifen gekennzeichneten Kinect-Port (ohne das Steckernetzteil) angeschlossen werden.</p>
<p><strong>Funktioniert Kinect auch im Dunkeln?</strong> Jein. Zwar kann die Gestenerkennung gut im Dunkeln arbeiten, aber die andere Kamera sieht halt nichts; dementsprechend gehen manche Spielfeatures wie Fotos nicht und das Unterscheiden von Personen anhand ihrer Kleidung geht auch nicht.</p>
<p><strong>Funktioniert Kinect mit einem Beamer?</strong> Radio Eriwan sagt, im Prinzip ja… Rein technisch betrachtet macht der Beamer an sich kein allzu großes Problem, sofern er nicht direkt auf den Sensor leuchtet. Nur ist ein einfaches Heimkino, welches auf Beamer-Projektion eingerichtet ist, in der Regel absolut ungeeignet für Kinect. Ich habe in den letzten Monaten zweimal Kinect mit Beamer vorführen müssen, beides waren halbe Katastrophen und seitdem habe ich mich konsequent geweigert, es nochmal zu tun – ohne echten Fernseher keine Demo. Denn wenn Kinect direkt unter der Leinwand montiert ist, steht der Spieler in der Regel immer im Lichtkegel des Beamers, also mitten im Bild. Zudem sind die Lichtverhältnisse in Beamer-Heimkinos oft nicht gut genug, insbesondere da die Kamera die Spieler mit Gegenlicht sieht. Ich habe einmal notgedrungen den Sensor links von der Leinwand platziert, aber das Spielgefühl war dann überhaupt nicht gut. Daher ist meine private Antwort – Kinect funktioniert mit Beamer nur, wenn der Raum dafür eingerichtet ist. Deckenmontage, kurzer Abstand Beamer / Leinwand (damit der Spieler nicht im Lichtkegel steht) und Tageslicht sind meiner Ansicht nach Pflicht.</p>
<p><strong>Heißt das alles, ich muß bei mir umbauen?</strong> In vielen Wohnungen kann der klassische “Couchtisch” im Weg stehen. Das ist kein “Nachteil” von Kinect – wenn man sich vor dem Fernseher bewegen will (zum Beispiel tanzen oder bei einer Fitness-Sendung) braucht man genauso den Platz. Auch zum Wii-Spielen wäre der Tisch da sehr ungeeignet und hat auch mehrere Millionen Leute nicht gestört, sich Wii anzuschaffen. Daher: ja, in einer kleinen Studentenbude wird es wohl nicht gehen. Aber: nein, das ist kein “Mangel” des Produkts sondern eben einfach die Notwendigkeit, wenn man sich vor dem Fernseher bewegen will.</p>
<p>Und bei Kinect geht es eben um Bewegung und nicht um still sitzen bleiben.</p>
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		<title>Die Spionage-Story (die keine ist)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 16:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufreger]]></category>
		<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1939</guid>
		<description><![CDATA[Im Rahmen der “Mit Sensationen holt man Klicks (holt man Adimpressions und damit Geld)” Stimmung bei Spielewebseiten geht heute mal wieder eine völlig blödsinnige Story durch das Netz. Da wird munter behauptet, Microsoft würde wohl in Zukunft Kinect-Spieler ausspionieren – so wie Microsoft das ja auch auf dem PC tut. Der ganze Artikel ist ausgemachter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der “Mit Sensationen holt man Klicks (holt man Adimpressions und damit Geld)” Stimmung bei Spielewebseiten geht heute mal wieder <a href="http://www.cynamite.de/Kinect-Project-Natal-Input-Device-Consoles-232538/News/Kinect-Erwarten-Sie-keinen-besonderen-Datenschutz-Update-Stellungnahme-von-Microsoft-796942/" target="_blank">eine völlig blödsinnige Story</a> durch das Netz. Da wird munter behauptet, Microsoft würde wohl in Zukunft Kinect-Spieler ausspionieren – so wie Microsoft das ja auch auf dem PC tut.</p>
<p>Der ganze Artikel ist ausgemachter Schwachsinn, weil jemand wohl absichtlich Microsoft ans Bein pinkeln will. Dies beginnt mit der Aussage, daß Microsoft PC Benutzer ausspionieren würde. Der Autor scheint sowas mal in den Neunziger Jahren unbewiesen gelesen zu haben. Ich kann jedenfalls keine seriösen Berichte finden, das Microsoft Benutzer ausspionieren würde. Beweise (und keine Verschwörungstheorien) bitte in die Kommentare, danke. Ich kenne durch meine häufigen Unterweisungen durch die Datenschutzbeauftragten bei Microsoft die Richtlinien der Firma mehr als genug. Da wird nicht spioniert, die Firma ist geradezu panisch, nicht ein “Datum” zu viel zu sammeln. Als Beispiel: Selbst wenn ich nur eine Bestellung für Werbekugelschreiber aufgebe, muß ich persönlich bestätigen, daß damit keine Benutzerdaten gesammelt werden. Und daß der Hersteller des Werbekugelschreibers keine Benutzerdaten sammeln wird, die irgendwie mit Microsoft-Daten verknüpft werden könnten. Microsoft ist da sehr kleinlich, geradezu übervorsichtig.</p>
<p>Aber was steht denn eigentlich in den “<a href="http://www.xbox.com/de-de/Legal/LiveTOU" target="_blank">Terms of Use</a>” mit denen Microsoft sich angeblich Spionagerechte rausnimmt? Da heißt es am Anfang des Absatz 9:</p>
<blockquote><p>Um den Service zu betreiben und anzubieten, erheben wir bestimmte Informationen über Sie. Wir nutzen und schützen diese Informationen, wie in der Microsoft Online Datenschutzerklärung beschrieben (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=81184). Wir können uns zu bestimmten Informationen einschließlich Ihres Kontos und der Inhalte Ihrer Kommunikationen Zugang verschaffen und diese preisgeben, um das Gesetz einzuhalten oder einer Aufforderung in einem rechtlichen Verfahren nachzukommen. </p>
</blockquote>
<p>Also. Wenn Microsoft rechtsgültig (!) aufgefordert wird, Daten über seine Kunden preiszugeben, wird Microsoft das Gesetz nicht brechen, sondern das auch tun. Wie übrigens jeder andere Onlinedienst auch. Oder Internetanbieter. Oder Telefon/Handy-Anbieter.</p>
<p>Und am Ende steht:</p>
<blockquote><p>Sie sollten keinen besonderen Datenschutz in Bezug auf Ihre Nutzung der Live-Kommunikationsfunktionen des Services erwarten (wie z. B. Sprach-Chat, Video und Kommunikationen in live-gehosteten Spielesitzungen). Diese Kommunikation kann überwacht werden. Wir können nicht den gesamten Service überwachen und unternehmen auch keinen diesbezüglichen Versuch. Sie nehmen zur Kenntnis, dass diese Kommunikation von anderen aufgezeichnet und verwendet werden kann und die Kommunikation in live-gehosteten Spielesitzungen an Dritte gesendet werden kann. Einige Spiele können Spiel-Manager und Hosts haben. Spiel-Manager und Hosts sind keine autorisierten Microsoft-Sprecher und ihre Ansichten spiegeln nicht notwendigerweise die von Microsoft wider. </p>
</blockquote>
<p>Rechtsanwälte sind in der Notwendigkeit einer möglichst korrekten Darstellung oft nicht die übersichtlichsten Schreiber, aber der Absatz ist doch eigentlich ganz klar: Video und Sprachchat in Xbox Live sind nicht <strong>besonders</strong> geschützt. Sprich, alle normalen Schütze, auch der deutsche Datenschutz oder das Telekomunikationsgeheimnis, sind natürlich da und darüber hinaus gibt es keinen extra Schutz. Es ist möglich, den Service “abzuhören”. </p>
<p>Es steht sogar explizit drin, daß Microsoft den Service nicht selber “abhört”. </p>
<blockquote><p>Wir … unternehmen … keinen diesbezüglichen Versuch. </p>
</blockquote>
<p>Aber die Kommunikation kann “von anderen” aufgezeichnet werden. <strong>von anderen</strong>. Die nicht Microsoft heißen, aber beispielsweise ein Aufnahmegerät neben den Fernseher legen und ein Halo Multiplayer-Match mitschneiden. Oder WLAN Mitschnitte aus einem Heimnetzwerk entschlüsseln. Oder sonst irgendwie.</p>
<p>Microsoft kann nicht garantieren, daß Xbox Live eine “sichere” Kommunikation ist. Das steht auch in jedem Handy-Vertrag. Gespräche können abgehört werden. Das DARF man nicht, aber es KANN eben sein. Nicht durch den Handy-Anbieter, sondern durch irgendjemand anderen.</p>
<p>Das steht in den Terms of Use. Und nicht, daß Microsoft sich in die Wohnzimmer der Spieler einklinkt. Das darf Microsoft nicht. Dazu gibt es Gesetze. Und gegen diese Gesetze kann auch Microsoft nicht verstoßen.</p>
<p><em>(Warnhinweis – dreisechzig.net ist eine private Webseite und dies hier weder ein offizielles Statement von Microsoft (das WÄREN die Terms of Use die offen auf der Seite zu lesen sind) noch eine Rechtsberatung. Dies ist die private Meinung (inklusive aller Schimpfwörter) von Boris Schneider-Johne.)</em></p>
<p>Update: Offensichtlich hat sich Alex Kipman hochoffiziell und detailliert geäußert: http://kotaku.com/5681521/microsoft-says-kinect-wont-invade-your-privacy</p>
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		<title>Wo bleibt denn dein Kinect-Post?</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 09:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Tjaha, das ist eine gute Frage. Aber da Microsoft sich entschieden hat, das bis zum Erscheinen von Kinect in den USA keine Testberichte erscheinen sollen, werde auch ich hier bis zum entsprechenden Datum keine detaillierten Kinect-Posts bringen. Würde die diversen Online-Magazine nur wütend machen. Und zum Thema “Embargos” verweise ich auf eine alte Diskussion hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tjaha, das ist eine gute Frage. Aber da Microsoft sich entschieden hat, das bis zum Erscheinen von Kinect in den USA keine Testberichte erscheinen sollen, werde auch ich hier bis zum entsprechenden Datum keine detaillierten Kinect-Posts bringen. Würde die diversen Online-Magazine nur wütend machen.</p>
<p>Und zum Thema “Embargos” verweise ich auf <a href="http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801" target="_blank">eine alte Diskussion</a> hier in diesem Blog. Durchgekaut, keine weiteren Fragen bitte. Danke.</p>
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