Atomisiert

Von Boris Schneider-Johne, Di, 2. Feb 2010 22:17

Ich hatte es immer wieder mal angedeutet und dann monatelang verschlampt, über meine PC-Ausstattung zu Hause zu reden. Denn privat bin ich inzwischen ein Intel-Atom-Haushalt. Mein Flirt mit Atom fing mit einem der ersten Netbooks an, einem Acer 150D, das auch heute noch mein PC für unterwegs ist. Ich bin zwar immer wieder versucht, doch ein anderes Netbook zu bekommen, welches einen Non-Glare-Bildschirm hat, aber nur wegen des Screens wird kein weiteres Gerät gekauft.

Mein Netbook-Abenteuer begann als Experiment mit Windows 7: Um eine Maschine zu haben, auf der man die Win 7 Beta installieren konnte, kam das Acer-Testgerät in meine Hände. Im Hinterkopf immer die Geschichten, daß diese Netbooks in der Leistung stark eingeschränkt seien und das man nur beschränkt mit ihnen arbeiten könnte. Vista könne man gleich vergessen und mit Windows 7 sei es “erträglich”. Dem kann ich zum Glück widersprechen.

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Der Verrat

Von Boris Schneider-Johne, Fr, 22. Jan 2010 14:43

Was soll’s, irgendwann kommt es eh raus, also einfach den ersten Schritt machen: Seit einer Woche bin auch ich im Club der Iphone-Besitzer. Man kennt mich als Windows-Mobile-Nutzer, ich habe hier im Blog sogar selbsterstellte Tips veröffentlicht, auf die von anderen Windows-Mobile-Seiten gelinkt wird. Klar, da war auch ein Stück “Lokalpatriotismus” dabei (Arbeitgeber und so). Aber – einen Ipod Touch habe ich mir schon vor geraumer Zeit gegönnt, im wesentlichen als “Video-in-der-S-Bahn-Abspieler”. Aber natürlich bin auch ich den Verlockungen des App-Stores erlegen, wie man auch im Spieleveteranen-Podcast hören kann.

Vor kurzem erschien Windows Mobile 6.5 und daher gab es unter anderem eine Upgrade-Runde im Büro. Offiziell zugeteilt wurde mir ein Samsung Omnia Pro B7330, unter Freunden auch “Winberry” genannt, weil es doch einem anderen Produkt auf dem ersten Blick sehr ähnelt. Am Anfang war ich auch durchaus begeistert. Die Integration mit Exchange 14, insbesondere was SMS und Voicemail angeht, ist ein echter Pluspunkt. Der Visitenkarten-Scanner im ROM funktioniert hervorragend. Und ich kam sogar halbwegs mit der Tastatur zurecht.

Aber es gab Probleme. Bei jedem dritten Gespräch meinte mein Gesprächspartner auf einmal, ich würde schlagartig leiser. Ich dachte erst, ich hab den Finger auf dem Mikrofon, aber das war es nicht. Andere Nutzer des gleichen Telefons berichteten mir die gleiche Geschichte. Dann die Sache mit der SMS im Kino: Auch wenn das Ding auf total stumm geschaltet ist, wirklich alles aus, sendet es trotzdem eine laute Fanfare, wenn man eine SMS verschickt. Was mir (immerhin nur während der Werbung) im Kino passiert ist. Und dann noch zweimal in Meetings. Und selbst die erprobtesten Registry-Hacks funktionieren nicht. Antwort des Supports: Ja, das Problem ist bekannt, aber ob, wann, wie das gefixt wird – frag doch demnächst nochmal nach.

In die Kategorie “Warum nur, warum” fällt aber der verschlimmbesserte Internet Explorer, der jetzt die zweifelhafte Ehre hat, perfekt für mobile Geräte formatierte Webseiten nicht mehr darstellen zu können. Egal ob heise-online.mobi oder m.spiegel.de: Man sieht unter WinMo 6.5 eine geschrumpfte Desktop-Version, in die man sich langwierig reinzoomen muß und die dann in unsauberem Schriftbild erscheint. Und ja, ich habe alle möglichen Settings ausprobiert.

Zur letzten Ehrenrettung lieh mir ein Kollege für einen Tag das Flaggschiff der Windows Phones: Den HTC HD2, mit dem größten, hochauflösendsten Screen der Branche, kapazitivem Touchscreen (wie Iphone) und überhaupt der HTC eigenen “Sense” Oberfläche, die Windows gut übertüncht, zumindest solange bis man wieder in irgendeiner Applikation landet. Aber – wenn man zwei Jahre Ipod Touch kennt, ist das Fingerscrolling hackelig und unsauber, die Fingererkennung deutlich unpräziser (ich konnte teilweise Dialogboxen einfach nicht treffen) und dank des hochauflösenden Bildschirms laufen manche liebgewonnenen Applikationen einfach nicht. Ach ja, und auch hier konnte der Internet Explorer Spiegel Online nur mit händischem Rum-Gezoome lesbar zeigen (aber dafür hat HTC auch Opera zusätzlich ins ROM gebrannt, damit ging’s).

Es gibt viel am Iphone, was mich stört. Der Preis und die Knebel-Verträge, wenn man sich nicht aus Italien was “unlocktes” importiert (wie ich es getan habe). Es ist eine Schande, daß kein Bluetooth-Profil für Tastaturen enthalten ist (wofür ist dieser Protektionismus gut – hier kann ich Zero Vorteil für Apple erkennen). Batterie selber wechseln? Geht nicht! (Gab es da nicht eine EU-Norm, daß Batterien seit Sommer 2009 wechselbar sein MÜSSEN?).

Aber was das Ding kann, kann es einfach gut. Internet-Surfen in der Hand funktioniert erstaunlich schön und macht Spaß. Itunes (auf Windows) ist eine üble aussätzige Krankheit (ein Armutszeugnis für die Apple-Programmierer) aber der App-Store im Iphone selbst funktioniert prima, wenn man weiß was man sucht – sprich, man muß sich im Internet informieren (ich empfehle toucharcade.com, appshopper.com und natürlich auch das iphoneblog.de). Mit Itunes macht das “App-Browsen” keinen Spaß, denn es ist quälend langsam. Spiele wie “Orbital” und “Bejeweled 2” sorgen dafür, daß ich keine Filme auf dem Ding mehr gucke. Und, was mich fast in den Wahnsinn treibt: Es ist ein gutes Telefon. Ich höre abundzu Klagen über den Telefonpart im Iphone, aber zumindest mein 3GS klingt besser und verständlicher als jedes andere Handy, das ich in den letzten Jahren hatte. Und es hat sogar einen brauchbaren Freisprech-Modus.

Es wird wohl, so sagt das Internet, an einer komplett neuen Version von Windows für Mobiltelefone gearbeitet, die radikal mit den bisherigen Versionen brechen soll. Hier habe ich kein “Inside Knowledge” und weiß auch nur, was die PPC-Gazetten im Internet so schreiben. Ich bin gespannt. Um mich, einen 14-Jahre-Microsoftie, wieder zurück zu holen, müssen die sich wirklich sehr anstrengen.

Kurz aber mit viel Drei-Deh

Von Boris Schneider-Johne, Mi, 20. Jan 2010 18:00

Die Spieleveteranen starten in 2010 mit dem Thema Nummer Eins: 3D. Avatar-gestählt kommentieren Jörg Langer, Heinrich Lenhardt, Anatol Locker und Boris Schneider-Johne die Zukunft von 3D im Wohnzimmer im Allgemeinen und für Spiele im Besonderen. Außerdem: Casual Games, Jörgs Spieleliste, Nintendo DSi Downloads und das Wesen des Core-Gamers.

Einfach hier live anhören

 

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Panorama revisited

Von Boris Schneider-Johne, Sa, 9. Jan 2010 22:09

Inzwischen rotieren durch den Header dieser Webseite (je nach Refresh) verschiedene Panorama-Fotos, die ich in den letzten Jahren aufgenommen habe (wobei das “Hollywood Studios” Foto kein Panorama ist, aber vom Format her in diesen Balken paßte). Ich hatte das immer wieder mal im Blog erwähnt, aber weil wieder Fragen kamen – ich mache alles aus der Hand und ohne Stativ und nutze den Image Composite Editor, eine Freeware von Microsoft Research. Im Prinzip ist die Technologie auch in Windows Live Gallery enthalten, aber der “ICE” hat ein paar Einstellmöglichkeiten mehr. Meine Kamera ist seit drei Jahren eine Canon S3IS – theoretisch würde ich auf ein neueres Modell umsteigen (ich hätte gern etwas mehr Weitwinkel, sowie ihn die aktuellen 20x Objektive bieten), aber praktisch haben die alle meiner Ansicht nach zu viele Megapixel und damit zuviel Bildrauschen. Bisher hat mich jedenfalls keine Probeaufnahme dazu verleitet, die S3IS upzugraden (und nein, Spiegelreflex ist nicht mein Ding, ich bleib bei Superzoom, das ist genau meine Kragenweite).

Es war Zeit für einen neuen Look

Von Boris Schneider-Johne, Fr, 8. Jan 2010 16:08

Dreisechzig.net hat einen neuen Look bekommen; aus den vielen wunderschönen Themes, die man im Internet finden kann, hat “Panorama” den Zuschlag bekommen. Das Header-Image ist eines meiner Panorama-Photos (Mount St.Helens, Washington, USA) und wird demnächst durch eine Reihe weiterer Bilder ausgetauscht. Einmal hab ich im CSS gepfuscht um die neue Silverlight-Gamercard von mygamercard.net einzubinden.

Verschachtelte Kommentare sollten einwandfrei funktionieren (zumindest bei den Beiträgen die ich abgerufen habe) und wenn es Ärger mit der “Kommentare Editieren” Funktion gibt, bitte melden – ich hab’s mit drei Accounts probiert, aber der Teufel steckt dort im Detail.

In diesem Sinne: Alles Gute für 2010!

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